Seit dem heutigen Tage steht die neue Version 9 der Veeam Availability Suite (Veeam Backup & Replication & Co.) der Allgemeinheit zur Verfügung.
Die RTM wurde bereits seit geraumer Zeit den Partnern zum Test zur Verfügung gestellt, so dass ich bereits einen Blick darauf werfen konnte:

Das Upgrade funktioniert wie in den Vorgängerversionen problemlos und sollte für jeden (auch selbsternannten) Admin ohne Screenshots und Anleitung selbsterklärend sein.

Die erste Neuerung, welche ins Auge sticht von Veeam Backup & Replication v9 (VBR) ist die Möglichkeit auf Clients nur die Console zu installieren und sich damit zu VBR-Servern remote zu verbinden.

Darüber hinaus wurde die GUI sehr gewöhnungsbedürftig verändert, angelehnt an den neuen Minimalismus aus der Microsoft Welt:


Eine Übersicht der neuen Features findet sich hier.

Interessant ist hierbei bereits in kleineren Umgebungen das Scale-Out Repository:
Verschiedene Repositories lassen sich zu einem einzigen software defined Repository zusammenfassen, welches dann als einziges großes Repository auftritt. Die einzelnen Storages innerhalb dieses Repositories lassen sich entsprechend ihres Typs konfigurieren, so dass inkrementelle Backups bspw. auf schnellem Speicher innerhalb der Woche abgelegt werden können und am Wochenende die großen Backups auf langsamen Dedup-Speicher platziert werden.
Es ist nicht länger notwendig sich um die Verteilung der Backups auf die verschiedenen Ziele händisch zu kümmern, Veeam regelt es selbst.
Fällt ein Repository aus, so kann automatisch auf den verbliebenen (sofern ausreichend Speicher vorhanden ist) ein Vollbackup abgelegt werden.
Natürlich ist hier genau abzuwägen ob sich für den Einzelnen Vorteile ergeben, so hat meiner Meinung nach dieses Konzept doch gewisse Überschneidungen mit Backup Copy Jobs: Wer bisher Backup Copy Jobs genutzt hat um Backups auf ein weiteres NAS auszulagern, für den kommt Scale Out zumindest dann nicht in Frage, wenn er weiterhin auf diese mehrfache Ausfallsicherheit seines Backups setzen möchte. Denn eines ist klar: Durch Scale-Out Repositories ergibt sich kein Software-RAID, lediglich ein software defined Repository wird zur Verfügung gestellt.

Während der ersten Tests ergaben sich auch gleich zwei Eigenarten:
Das Configuration backup kann nicht auf Scale-Out Repositories liegen. Ebenso dürfen diese keine Metadaten von Replication Jobs beinhalten.
Beides war bei mir der Fall, auch wenn es sich bei Letzterem wohl um eine Datenbankleiche handelt, denn in meiner Testumgebung kam Replication nur kurz zum Einsatz und der Job wurde über die GUI vermeintlich sauber gelöscht. Mal sehen was der Support dazu sagt.

Man darf gespannt sein wie sich die Veeam Backup & Replication v9 im Alltag bewährt, gespannt bin ich auf jeden Fall schon auf die kommenden VMCE Schulungen & Prüfungen. Mal sehen ob sich hier etwas am Konzept ändert, so wie es von vielen Forenteilnehmern bereits gefordert wurde.
Die Veeam University schweigt sich, wie zu erwarten war, hierzu noch aus, bis dato ist lediglich die kleine Onlineprüfung zum VMSP möglich: gesehen, abgelegt 😉

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